Veröffentlichung

Grundlagen für eine systemisch-wertschätzende Organisations- und Personalentwicklung
Das Beispiel Kindertageseinrichtungen
Karin Esch / Andreas Born (Hg.)
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Lernen-Erfahren-Austauschen (LEA)

Benchmarking in Kindertageseinrichtungen – Zum Hintergrund

Über die Organisationsentwicklung in Kindertageseinrichtungen und über Faktoren, die diese beeinflussen, ist wenig bekannt und wurde bisher wenig geforscht. Alles in allem kann von einem „blinden Fleck” in der Organisationsforschung gesprochen werden. Gleiches gilt für die Personal- und Organisationsentwicklungspolitik der Träger. Sowohl Träger als auch Leitungskräfte von Kindertageseinrichtungen werden in Zukunft mehr Beratung und Wissen hierüber benötigen, weil die Anforderungen sowohl durch Gesetzesbestimmungen (bspw. Ausbau für Unter-Dreijährige, Kinderschutz, Flexibilisierung der Angebote) als auch aufgrund gesellschaftlicher Anforderungen (bspw. Migration, demografische Entwicklung, zunehmende Müttererwerbstätigkeit) steigen. In Zukunft wird es einige „harte Nüsse” zu knacken geben, die jedoch interessante Inhalte und Entwicklungen für Kindertageseinrichtungen und Träger versprechen.

Ziel und Vorgehensweise

In einer schriftlichen, repräsentativen Befragung von 10.000 Kindertageseinrichtungen in Bayern, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen sollen Wertehaltungen von pädagogischen Leitungskräften zu aktuellen Themen (bspw. Gender, Zeitorganisation, Kooperationen) erfasst werden. Ziel der Befragung ist es, auf Basis der Ergebnisse einen passgenauen Benchmarking-Zyklus für Leitungskräfte von Kindertageseinrichtungen und Trägervertreter/inne/n zu entwickeln. Ein Benchmarking-Zyklus besteht aus sechs bis acht Benchmarking-Kreisen (ein- bis zweitägige Austauschforen), die sich alle zwei bis drei Monate als kontinuierliche Gruppe treffen. Unter Leitung des Projektteams und Experteninputs sollen pädagogische Leitungskräfte und Trägervertreter/innen voneinander und von guten Lösungen mit Blick auf eine wertschätzungsorientierte Personal- und Organisationsentwicklung lernen. Die Methode des Benchmarking (Maßstäbe setzen) versteht sich als eine vergleichende Analyse. Es ist ein systematischer und kontinuierlicher Prozess des Vergleichs.

Projektinfos

Die Projektpartner: Das Institut Arbeit und Qualifikation an der Universität Duisburg-Essen (IAQ) und die Konkret Consult Ruhr GmbH arbeiten in diesem Forschungsprojekt „Hand in Hand“. Die Federführung des Projekts hatte Karin Altgeld (IAQ).

Ansprechpartner bei KCR sind: Andreas Born, Thomas Risse und Jochen Schneider.

Detaillierte Informationen zum Projekt finden Sie unter www.lernen-erfahren-austauschen.de

Das Projekt wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert und lief von Oktober 2008 bis Dezember 2011.