Materialien

Material zur Umsetzung der Pflegecharta als Download verfügbar
Das BMFSFJ stellt kostenlos Material zur Umsetzung der »Charta der Rechte hilfe- und pflegebedürftiger Menschen« zur Verfügung. Daran hat KCR Konkret Consult Ruhr gemeinsam mit 18 stationären Einrichtungen und ambulanten Diensten mitgewirkt. Das Material kann abgerufen werden unter www.pflege-charta-arbeitshilfe.de.

Benchmarking mit der Pflege-Charta

Benchmarking-Projekt zur Charta der Rechte hilfe- und pflegebedürftiger Menschen – Vom Anspruch zur gelebten Wirklichkeit in stationären Pflegeeinrichtungen

Bedeutung der Charta

Die „Charta der Rechte hilfe- und pflegebedürftiger Menschen” in der Pflegelandschaft hat sich als wichtiger Maßstab für würdevolle Pflege in Deutschland etabliert.

Zwischen den Jahren 2003 und 2005 hatten mehr als 200 Expertinnen und Experten aus allen Verantwortungsbereichen der Altenpflege über Verbesserungen der häuslichen und stationären Pflege im Rahmen des „Runden Tisches Pflege” beraten, um die Lebenssituation hilfe- und pflegebedürftiger Menschen in Deutschland zu verbessern.

Die so entstandene Charta beschreibt konkret, welche Rechte Menschen in Deutschland haben, die der Hilfe und Pflege bedürfen. Das BMFSFJ fordert explizit zur Anerkennung der Charta durch Unterschrift und deren praktische Umsetzung auf.

Das Pflegeweiterentwicklungsgesetz, aktuell vorliegende Ländergesetze zum Heimrecht und der 2. Qualitätsbericht des Medizinischen Dienstes der Spitzenverbände verweisen auf die Charta.

Zudem findet die Charta auch bei allen Beschäftigtengruppen in stationären Pflegeeinrichtungen breite Zustimmung. Offensichtlich knüpft sie an die berufsethischen Grundsätze der überwiegenden Mehrheit aller Beschäftigten in der Pflege an, die ihre Umsetzung und Einhaltung aus tiefster Überzeugung unterstützen.

Von der Charta in die Praxis

Mit der Charta ist ein allgemeingültiger Anforderungskatalog an die Ausgestaltung der Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität in der Altenhilfe entwickelt worden.

Gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum für Altersfragen hat KCR ein Jahr lang neun stationäre Einrichtungen bei der Anwendung der Pflege-Charta begleitet und Methoden für den Praxistransfer und die Integration der Charta in Qualitätsmanagementsysteme und den Betreuungsalltag entwickelt. Dazu gehörten unter anderem:

  • Ein Leitfaden zur grundwerteorientierten Potenzialanalyse mittels Selbstevaluation von Pflegeeinrichtungen auf der Grundlage der Charta;
  • Erhebungs- und Beobachtungskonzepte (z.B. Schattentage, simulierter Heimeinzug) zur Sensibilisierung der Mitarbeiterschaft für die Perspektiven der Bewohner/innen;
  • Schulungs- und Vermittlungskonzepte zur Förderung einer grundwerteorientierten Haltung im Arbeitsalltag;
  • Sammlung von „guten Praxisbeispielen” im Sinne der Charta, die bereits in den Einrichtungen genutzt werden und deren Umsetzung und Erfolg bereits im Qualitätsmanagementverfahren überprüft wurde.

Den vollständigen Bericht der Ergebnispräsentation (Stand: August 2008) sowie die Vorträge und Präsentationen zu den Erkenntnissen aus diesem Projekt finden Sie unter folgendem Link: www.pflege-charta.de

KCR-Benchmarking-Angebot für stationäre Pflegeeinrichtungen

Konkret Consult Ruhr stellt Ihnen die im Rahmen des Projektes entwickelten Instrumente, Umsetzungsbeispiele und erfolgreichen Maßnahmen im Rahmen eines Benchmarkingprojektes (mit mindestens fünf stationären Pflegeeinrichtungen) vor und begleitet und unterstützt Sie bei der praktischen Umsetzung in ihrer Einrichtung vor Ort.

Vorgehen

Erster Benchmarkingkreis (1 Tag)

  • Vorstellung der Charta der Rechte hilfe- und pflegebedürftiger Menschen
  • Abstimmung des Vorgehens zur grundwerteorientierten Potenzialanalyse
  • Präsentation herausragender, bewährter Umsetzungsbeispiele
  • Vorbereitung der Umsetzung vor Ort

Einführungsworkshop vor Ort in den Einrichtungen (1 Tag)

  • Vorstellung der Charta
  • Abstimmung von Arbeitsstrukturen
  • Planung der grundwerteorientierten Potenzialanalyse

Durchführung der grundwerteorientierten Potenzialanalyse und Aktionsplanung (2 Tage)

  • Sichtung und Dokumentation vorhandener Konzepte, Instrumente und Methoden zur Wahrung der Grundrechte in stationären Einrichtungen und Identifikation von Verbesserungsbereichen
  • Abstimmung eines einrichtungsspezifischen Aktionsplans

Zweiter Benchmarkingkreis (1 Tag)

  • Präsentation der Ergebnisse der Potenzialanalyse (Lernen von Beispielen guter Praxis und den entwickelten Aktionsplänen)

Umsetzungs- und Reviewworkshops vor Ort (2 Tage)

  • Beratung der Umsetzung wichtiger Einzelmaßnahmen zur Förderung einer grundwerteorientierten Haltung und Praxis im Arbeitsalltag (Schattentage, Plakataktionen, Schulungen, etc.)

Dritter Benchmarkingkreis (1 Tag)

  • Präsentation der Ergebnisse der durchgeführten Aktionen und umgesetzten Vermittlungskonzepten
  • Abschluss und Auswertung des Projektes

Kosten

Für die gesamten Leistungen

  • Teilnahme am Benchmarkingkreis mit zwei Personen, Getränkeversorgung, Mittagsimbiss
  • Beratung und Begleitung vor Ort
  • Bereitstellung von Teilnehmermaterialien

berechnen wir einen Pauschalbetrag von 4.900,– EUR zzgl. gesetzlicher MwSt. (incl. Reisekosten).

Berater und Ansprechpartner: Roland Weigel, Thomas Risse und Jochen Schneider