GEFÖRDERT DURCH

Interkulturelle Öffnung der (Alten)pflege

Das Ruhrgebiet kommt in die Jahre – dies gilt insbesondere zunehmend für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte. Die Nachfrage nach Pflegedienstleistungen wird sich verschieben; Pflegeeinrichtungen haben es in Zukunft mit wesentlich größerer Vielfalt bei ihren Bewohnerinnen und Bewohnern zu tun. In der ambulanten Pflege ist schon vieles in Bewegung geraten – dort ist die Nachfrage auch am Größten. Doch bei teilstationären Angeboten – wie etwa der Tagespflege – wird es schon komplizierter. Bei stationären Einrichtungen aber sind viele eher skeptisch; können sich einen Lebensabend dort kaum vorstellen. Das hat viele Gründe. Daran arbeitet dieses Projekt einmal mehr.

Denn: Die interkulturelle Öffnung der Pflegeeinrichtungen bietet zahlreiche Ansatzpunkte zur Innovation: Raumgestaltung, Feste und Rituale, Mahlzeiten und Beschäftigungsangebote. Beschäftigte mit Zuwanderungshintergrund sind hier wichtig. Sie kennen die Alltagswelt der Zugewanderten und werden von ihnen als Ansprechpersonen akzeptiert. In der Pflege sind bereits viele Migrantinnen beschäftigt.

Das Projekt ist ein Kooperationsvorhaben: Zusammen mit der Stadt Gelsenkirchen wird das Thema ‚Interkulturelle Öffnung’ von zwei Seiten angegangen, die eng miteinander verwoben werden: KCR möchte die max. acht beteiligten Pflegeeinrichtungen erstens durch einen einrichtungsbezogenen Prozess der Organisationsentwicklung dabei unterstützen, passende interkulturelle Angebote (weiter) zu entwickeln und umzusetzen. Hier wird das Team von KCR übrigens durch Dr. Doris Beer verstärkt. Die Stadt Gelsenkirchen richtet zweitens in Zusammenarbeit mit dem Seniorennetz eine Verbindungsstelle ein. Diese stellt Kontakte zu verschiedenen Migrantengruppen in der Stadt her und erkundet deren Wünsche und Anforderungen an Dienstleistungen. Je nach Bedarf werden diese Erkenntnisse für die Organisationsentwicklung in den Einrichtungen zur Verfügung gestellt. Die Verbindungsstelle informiert außerdem interessierte Menschen mit Migrationshintergrund über Ausbildung und Arbeit in der Altenpflege.

Das Projekt wird durch das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen (MGEPA NRW) und die EUROPÄISCHE UNION gefördert. Die Gesamtleitung des Vorhabens liegt bei Stadt Gelsenkirchen, Steuerungsstelle Kommunale Beschäftigungsförderung, Eva Carlitscheck, Vattmannstraße 2-8, 45875 Gelsenkirchen.

Ansprechpartner KCR: Thomas Risse (0209 – 167 12 55)

Ansprechpartner Stadt Gelsenkirchen: Eva Carlitscheck (0209 – 169 40 94)

Neu: Projektseite im Internet